Grundierung

Tipps und Tricks zur Oberflächenbehandlung
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hoerbi
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Re: Grundierung

Beitragvon hoerbi » Do 17. Dez 2015, 11:30

Hallo Karl,

das ist schon merkwürdig. Ich weis nicht, was du da falsch gemacht hast. Hasenhautleim trägt man auch nicht mit 25 Grad auf, sondern mit 60 Gradoder höher, nur kochen darf er nicht. Das ist dann kein Wunder wenn dieser abplatzt und nicht in das Holz eindringen kann.
Die Verwendung von Hasenhautleim wird nun seit mehr als 400 Jahren bei der Grundierung von Schnitzereien verwendet.
Mit besten Grüßen aus Thüringen
Herbert
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Hans
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Re: Grundierung

Beitragvon Hans » Do 17. Dez 2015, 12:06

Hallo Dietmar,

das Problem der Besorgung ist eigentlich immer " der Mindestbestellungsbetrag und / oder die Liefergebühren.
Gibt es denn in deiner Nähe keinen Fachhandel für Malerbedarf ?
Da ist " die Brühe ja meist teurer wie der Fisch " .
Versuch doch da erst mal über's Branchen - Telefonbuch was zu ermitteln.

Gruß , Hans

( ansonsten hast ja schon Adressen bekommen ; auch ich habe vor kurzer Zeit eine Adresse eingestellt über
Vergolderbedarf etc. )
Karl
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Re: Grundierung

Beitragvon Karl » Do 17. Dez 2015, 12:16

nein, da hast du mich falsch verstanden, den Hasenhautleim habe ich schon mit ca 60 Grad aufgetragen, aber er kühlt ja ab beim anstreichen der Figur und mit 25 Grad fängt er an ein Gelee zu werden und kann da natürlich nicht weiter in das Holz eindringen.
Knochenleim geeliert erst bei niedrigen Temperaturen, daher wird er für das Grundieren von Holz befohlenen - er dringt einfach weiter ein.
So habe ich es aus einen Buch gelesen.
Bei Gips ist das ebenfalls so, man nimmt auch Kölner Leim, obwohl ja Gips viel stärker saugt als Holz.
Tatsächlich ist der Steingrund und Kreidegrund bei meiner Figur gesprungen, das liegt wohl daran dass ich die Rezepte von einer DVD mir angeschaut habe und die stimmen nicht.
LG Karl
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hoerbi
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Re: Grundierung

Beitragvon hoerbi » Do 17. Dez 2015, 18:32

Hallo Karl,

nun wenn du mit Knochenleim besser klar kommst, dann kannst du den sicher auch nutzen. Im Endeffekt ist es doch so, das das Holz eine Grundierung bekommt. Ich selbst habe nun keine Erfahrung mit Knochenleim und kann dir daher auch keine Empfehlung geben.
Beim Umgang mit Hasenleim sollte man schon darauf achten, das überschüssiger Leim der nicht aufgesaugt wird, bevor er fest wird entfernt.
Mit besten Grüßen aus Thüringen
Herbert
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Re: Grundierung

Beitragvon Karl » Do 17. Dez 2015, 19:39

na ja, Erfahrung habe ich bei Holz ja auch keine, habe nur gesagt was ich da aus dem Buch gelesen habe.
Bei Leinwände die ich zum nach-malen von alten Meistern brauche, mache ich mir den Kreidegrund oder den Halbkreidegrund(elastischer Grund) auch schon seit Jahren selber - dazu nehme ich aber Hasenhaut Leim.
Das ist so eine Prozedur die man auch zuerst aus Erfahrung lernen muss, da sind mir schon viele gesprungen.
Wahrscheinlich muss ich diese Grundirrungen bei Holz auch erst durch probieren lernen.
LG Karl
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Re: Grundierung

Beitragvon Dirk » Do 17. Dez 2015, 20:29

Ja mit Hasenleim habe ich auch noch keine sonderlichen Erfahrungen gesammelt.
Habe mir heute erst mal welchen bestellt. Muß nur noch ein Flaschen wärmer besorgen um das zeug warm zuhalten.
@Herbert. was ich noch fragen wollte, streichst Du deine Holzketten auch mit H-Leim ein? Kleben die nach her nicht sonderlich zusammen. Kann ich nur vermuten!

Mfg
dirk
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hoerbi
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Re: Grundierung

Beitragvon hoerbi » Do 17. Dez 2015, 20:54

Hallo Dirk,

um die Ketten zu grundieren mache ich das etwas anders. Die Ketten sind in ihren Gliedern frei beweglich und es würde unnötig Zeit in Anspruch nehmen jedes einzelne Glieder mit Hasenleim zu Grundieren.
Ich nehme dazu ein größeres Glas, in das eine Kette komplett rein passt und auch noch genügend Platz darin verfügbar ist. Eine gehörige Portion verdünnten Ponalleim und dann wird das ganze richtig geschüttelt, für ca. 2-3 Minuten.
Die kette rausnehmen abtropfen lassen und dann drehe ich diese im Freien wie ein Springseil um überfüssigen Leim zu entfernen. Zu letzt hänge ich diese auf einem Rundholz zum trocknen auf.
Mit besten Grüßen aus Thüringen
Herbert
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Re: Grundierung

Beitragvon Karl » Do 17. Dez 2015, 22:31

ich nehme da immer so einen alten Topf, darinnen so eine altes Metalldings - man kann auch Kieselsteine nehmen -da stelle ich dann die Gläser mit dem Leim hinein, ein altes Wurstthermometer um die Temperatur zu kontrollieren und ein alter Elektro-Kocher, geht alles Wunderbar - aber das mit den Babyfläschchen finde ich auch sehr gut !
Erstes Bild der Kocher mit den Wasser und dem Metall, sowie dem Wurstthermometer
Bild zwei die Figur welche die Grundierung gesprungen ist
Bild drei eine Stelle mit dem abgesprungenen Grund und die kläglich gescheiterten Versuche sie zu kitten(muss einen anderen Kitt verwenden)
Also wenn der Leim zu stark ist beim Grundieren springen die danach folgenden Schichten, soweit weiß ich das nun :lol:
LG Karl
Dateianhänge
Sprung.jpg
Fehlstelle
Figur mit Gold und Kreidegrund.jpg
Figur
Zuletzt geändert von Karl am Do 17. Dez 2015, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grundierung

Beitragvon Karl » Do 17. Dez 2015, 22:33

muß die Datei vom Wasserbad extra anfügen
Dateianhänge
Leimbehaelter.jpg
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Re: Grundierung

Beitragvon hoerbi » Do 17. Dez 2015, 23:03

Hallo Karl,

genau diese Utensilien habe ich auch. Eine alte Kochplatte und einen Topf in dem ich im Wasserbad den Leim auf Temperatur bringe. Alles sehr umständlich wie ich finde.
Wenn mich nicht alles täuscht, hat Thomas oder ein anderer User mal im alten Forum diesen Beitrag mit dem Flaschenwärmer gebracht. Da ich ja auch schon Opa und Uropa bin habe ich so ein Teil von meiner Schwiegertochter bekommen. Es funktioniert genau nach dem gleichen Prinzip, nur mit dem Unterschied, das die Suppe nicht zum kochen kommt und das ist wichtig.
Oft genug benötigt man nur geringe Mengen des Leimes und betreibt einen großen Aufwand, wo es doch auch einfacher geht. Der Vorteil daran ist, dieser Falschenwärmer nimmt nicht mehr Platz weg als ein Bierglas und das ohne Thermometer, einfach eine tolle Sache. Ich kann jetzt nun nicht sagen, ob er auch für die Verwendung von Knochenleim geeignet ist. Um meinen Hasenleim anzusetzen, verwende 1 gehäuften Teelöffel Hasenhautleim auf 1/8 Liter Wasser, den ich aber einpaar Studen zuvor mit etwas von diesem 1/8 Liter quellen lasse. Wer von Euch das Zeug mal pobieren möchte, dem kann ich gern mal eine Probe abgeben, denn ich habe momentan ca. 1 KG zu Hause.

@ Karl,
das der Gips aufgesprungen ist, hat doch gewiss nichts mit dem Hasenleim zu tun oder wie ich ihn als Mischverhältnis beschrieben habe. Mit der Grundierung von Gipsplastiken habe ich keine Erfahrungen, denn bei mir bezieht sich alles nur auf den Rohstoff Holz.
Mit besten Grüßen aus Thüringen
Herbert

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