Frage zum Wachsen

Tipps und Tricks zur Oberflächenbehandlung
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Achim
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Frage zum Wachsen

Beitrag von Achim » Di 13. Dez 2016, 22:30

Hallo Schnitzfreunde

Ich hab eine Frage zum Wachsen, wenn ich den Wachs auftrage bleiben in kleinen Rillen dick der Wachs darin stehen. Gibt es da einen Trick um das zu vermeiden, z.B. kann man das Wachs vorher erwärmen oder ähnliches.
Und wie poliert bei filigranen Arbeiten die Ecken aus( wo bei mir üblicher weise das das Wachs drinn steht :? ) Zahnbürste ?

Wäre für Tipps dankbar
Gruß Achim
Sepp
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Re: Frage zum Wachsen

Beitrag von Sepp » Di 13. Dez 2016, 23:12

Hallo Achim

Mein Wachs ist sehr dünnflüssig.
Einige Wachse lassen sich mit Terpentin verdünnen. Du kannst Wachs auch leicht erwärmen, so ca. 50 Grad.
Zum bürsten an engen Stellen verwende ich Zahnbürsten.
Solltest du Stellen haben wo zu viel Wachs ist, mache dir aus Lindenholz einen entsprechenden Schaber.

Gruß Sepp
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Hans
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Re: Frage zum Wachsen

Beitrag von Hans » Mi 14. Dez 2016, 09:45

Hallo Achim ,

ich bin auch der Meinung vom Sepp .
Jeder hat natürlich mit der Zeit so seine Tricks entwickelt oder übernommen .
Ich denke auch , daß dein Wachs eventuell zu dick sein könnte beim Auftragen . Ich verwende meistens , je nach dem Schnitzwerk oder der Reparaturarbeit, " PNZ " Antikwachs , es gibt das in antik dkl.braun oder auch in Kiefer . Es hat für mich den Vorteil , daß ich es auch ( bei Kiefer ) mit etwas Terpentin , vermischt
mit Tubenölfarbe , auch etwas abtönen kann . Manchmal muß ich einen leichten Grünton oder was auch immer über das Werk legen . Habe da neulich was aus Algerien in die Hand bekommen zum Ausbessern ; woher sonst diesen rötlichen Ton , das das Werk hatte ? So kann ich mir jeden Hauch von Wachsüberzug auf das jeweilige Werk legen . Es gibt aber auch sonstige gute andere Wachssorten !
Zum Wachs in den Ecken ? ... da gibt es auch mehrere Möglichkeiten . Ich wärme das Werk ( wenn es das zuläßt ) vorher etwas mit der Heißluftpistole an ; dann zieht das Wachs viel besser ein . Wenn mal zuviel Wachs in einer Ecke hängen bleibt , halte ich da mit der Heißluft hin - natürlich im richtigen Abstand -
gleichzeitig bürste ich dann mit dem Pinsel die Ecke aus und verteile so das Wachs aus der Vertiefung .
Dieses Wachs kann man auch im Wasserbad verflüssigen ( nicht mit der Heißluftpistole zu nahe hin - könnte sich entzünden :o ... und so auftragen .
Manches Wachs läßt sich auch mit Wasserfarben eintönen ; muß man ausprobieren .

Habe mir auch schon für normale Bastelarbeiten einfaches Bohnerwachs in der Dose geholt es im Wasserbad verflüßigt , mit Brauntöne abgetönt und wieder fest werden lassen - ein billiges und wirksames
Antikwachs .

Mußt mal ein wenig experimentieren ; man muß nicht immer nur das Teuerste was angeboten wird , verwenden .

Gruß , Hans aus Franken
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Achim
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Re: Frage zum Wachsen

Beitrag von Achim » Mi 14. Dez 2016, 21:03

Danke Euch für die Tipps
Ich hab das SCHRADERS ANTIKWACHS, die Konsistenz ist etwas zäher als Schuhcreme. Werde es mal mit erhitzen im Wasserbad versuchen

Gruß Achim
Sepp
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Re: Frage zum Wachsen

Beitrag von Sepp » Mi 14. Dez 2016, 22:48

Hallo Achim
Ich habe dazu noch einen Link für dich. Ist für andere Sachen auch noch Interessant.
http://ostermeier.net/wordpress/2015/12 ... luessigen/

Gruß Sepp
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Hans
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Re: Frage zum Wachsen

Beitrag von Hans » Do 15. Dez 2016, 07:12

Hallo Sepp ,

das ist genau mein Wachs , ohne daß ich das gelesen habe , wende ich diese Methode an .
Danke für den Beitrag , das bestätigt mir ,daß ich es so richtig mache ; man sieht förmlich , wie das Wachs dabei einzieht .

Gruß , Hans
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Dietmar
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Re: Frage zum Wachsen

Beitrag von Dietmar » Di 27. Dez 2016, 17:44

Hallo Schnitzfreunde,
ich habe auch den Wachs den Sepp angesprochen hat, website ist interessant. Ich habe aber auch Möbelwachs in der Dose. Vor Jahren schon habe ich in meiner ehemals kalten Werkstatt die Wachsdose auf meinen Ofen gestellt und etwas die Zeit verpasst, Wachs war wie Wasser, ich habe den Wachs mit dem Pinsel aufgetragen, den hat es richtig eingesaugt und nach Erkaltung dann mit einer Pferdehaarbürste gebürstet, der Erfolg war für mich beeindruckend und bearbeite meine Naturschnitzereien bis Heute so weiter.
Viele Grüße Dietmar aus Sonnendorf vom Sonnenhof
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